Handgelenk

Die Hand ist ein «Multifunktionsorgan». Unser tägliches Leben können wir ohne unsere Hände nicht meistern. Auf engstem Raum verlaufen Muskeln, Sehnen, Nerven, Gefässe und Knochen. Eine Verletzung oder Erkrankung ist deshalb meist mit einer Funktionseinbusse behaftet und sollte deshalb nie unterschätzt werden. Sie sollte unbedingt einem Arzt gezeigt werden.

Die klinische Untersuchung und entsprechende Abklärungen können wir in vollem Umfang anbieten. Unser operatives Behandlungsspektrum haben wir jedoch auf einige Eingriffe reduziert: Karpaltunnelsyndrom (CTS), schnellender Finger, Verrenkungen, Knochenbrüche der Langfinger sowie einfache Frakturen des Handgelenkes.

Bei anspruchsvollen, operativen Behandlungen wird die Meinung eines Handchirurgen eingeholt oder aber eine Überweisung organisiert. Das Behandlungsspektrum der konservativen Orthopädie (Physiotherapie, Injektionen mit Medikamenten/Eigenserum) können wir jedoch anbieten.

Karpaltunnelsyndrom

Es handelt sich hierbei um ein Engpasssyndrom. Im Karpaltunnel, der über dem Handgelenk verläuft, ziehen die Beugesehnen zusammen mit dem Nervus Medianus in die Hohlhand bis zu den Fingern. Der N. Medianus ist einer der drei Hauptnerven des Armes und versorgt sensibel den Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Aus diesem Grund bemerken die betroffenen Patient(inn)en Schmerzen bzw. Gefühlsstörungen im Bereich dieser Finger, vor allem in der Nacht. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Wichtig sind das frühe Erkennen und die rasche Behandlung dieser Erkrankung, um dauerhafte Nervenschädigungen zu vermeiden. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von physiotherapeutischen Massnahmen bis zur operativen Entlastung des Nervs, indem das Dach des Karpaltunnels gespalten wird.

Schnellender Finger

Die Ursache des Schnellenden Fingers sind entzündliche Veränderungen des Gleitkanals in welchem die Sehne verläuft. Hier sind vorwiegend die Beugesehnen der Finger betroffen, meist die des Daumens. Am Übergang der Finger zur Hohlhand befindet sich eine Furche. Darunter befindet sich ein Ringband, dass die Sehne im Gleitkanal führt, ähnlich wie die Ösen an einer Angelrute. Wenn dieses Ringband durch entzündliche Veränderungen verdickt ist, kann die Beugesehne nicht ungehindert gleiten. Die Folge ist ein störendes, teils schmerzhaftes Schnappen.

In der Regel kann dieses Schnappen durch einen einfachen, chirurgischen Eingriff behoben werden, indem das Ringband durchtrennt wird. Alternativ kann versucht werden, die Entzündung durch physikalische Massnahmen zu beseitigen, auch entzündungshemmende Medikamente oder Eigenserum können vorsichtig in die Sehnenscheide appliziert werden.

Morbus Dupuytren

Die Ursache dieser Erkrankung ist nach wie vor nicht vollständig geklärt. Der Morbus Dupuytren tritt meist im mittleren Lebensalter auf, bei Männern meist früher als bei Frauen. Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten von Knoten und Strängen an der Handinnenfläche. Meist sind der vierte und fünfte Fingerstrahl betroffen. Ein schubweiser, über mehrere Jahre dauernder Krankheitsverlauf ist typisch. Es entwickeln sich Bindegewebe-Stränge und Knoten, die sich zusammenziehen und somit zu Beugekontrakturen (Einziehungen mit Versteifung) der Fingergrund- und Mittelgelenke führen. In der Regel ist die operative Behandlung die Methode der Wahl.

Rhizarthrose (Arthrose des Daumensattelgelenkes)

Die Daumensattelgelenksarthrose ist eine Verschleisserscheinung. Das Gelenk wird aus den Gelenkflächen des ersten Mittelhandknochens und des grossen Vieleckbeines (Handwurzelknochen) gebildet. Die Ursachen dieser Erkrankung sind vielfältig, Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Im Frühstadium der Erkrankung besteht häufig eine Kraftlosigkeit des Daumens, verbunden mit belastungsabhängigen Schmerzen.

Im Verlauf können die Schmerzen zunehmen und auch in andere Bereiche ausstrahlen. Weiterhin kommt es zu einem schmerzhaften Anschwellen der Weichteile über dem Gelenk. Die Funktion der Hand ist somit meist erheblich eingeschränkt. Im Frühstadium der Erkrankung ist häufig eine konservative Behandlung möglich. Bei anhaltenden Beschwerden wird in der Regel die Operation empfohlen.